
Riot City Radio – Spitting Teeth Review (2026)
19.07.26

19.07.26
Review by Away from Life
Früher wohl zu dritt, jetzt sind sie zu viert. Ich habe es noch nicht geschafft das erste Album zu hören, aber da sind dann wahrscheinlich weniger Gitarrenlicks und kleine Soli drauf, welche diesmal der zweite Gitarrist immer wieder einstreut. Sonst häufig Fußballchöre im Refrain und ein rotziger, stinkiger Sänger. Oberes Midtempo, aber auch schnelle Punksongs mit mittenlastigen, teils melodiösen Gitarren. Ein Bassist, der gerne Läufe spielt, denen auch Raum gegeben wird. Mit Instrumentalintro und Pianosolo im letzten Song A House United hat sich die Band noch ein paar Extras für eine Oi!/Streetpunkplatte einfallen lassen.
Ich bin nicht der größte Oi!-Fan, aber das hier gefällt mir gut. Nicht langweilig, da abwechslungsreiche (also im Rahmen des Genre) Songideen. Für mich könnten es dann doch weniger Oi! Oi! Oi! Rufe in manchen Songs sein, aber es schmälert den Spass an den Liedern nicht gänzlich. Textlich geht es natürlich englisch, raubeinig um Strassenthemen, bei denen ich als deutscher Wohlstandspunkrocker nur bedingt mitreden kann. Aber nach ein paar Umdrehungen im Glas geht das sicher flüssig über die Lippen und die Faust in die Luft.
Der Sound ist echt, rough von der Strasse und bringt die nötige Energie. Alles top, nur der Bass könnte etwas fetter sein. Also passender Rotz-Sound, nicht glatt poliert. Das Cover-Artwork ist nichts für mich, aber passt dann doch zur Attitude der Platte „Sie kommen nicht um zu kuscheln!“.
Anspieltipps sind der Titelsong Spitting Teeth und A House United (schon wegen des Pianos).
Fazit: Eine Platte zum Mitgröhlen und eher kurzeitig Spass haben, mehr sicher nicht, aber das reicht ja oft auch.